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In den meisten Fällen ja. Eine Streichform ist eine dünne Haut von fünf bis zehn Millimetern und hat keine eigene Formstabilität. Ohne Stützform sackt die Form durch, verformt sich beim Befüllen und Ihre Abgüsse werden nicht maßhaltig. Nur bei sehr kleinen und flachen Formen können Sie auf die Stützform verzichten.
Eine Stützform, auch Mutterform genannt, ist in jedem Fall nötig bei Formen größer als etwa zwanzig Zentimeter, bei Wannenformen und allem mit hohen Seitenwänden, bei schweren Abgüssen wie Beton, Gips oder gefüllten Harzen, und bei Formen, die häufig genutzt oder gelagert werden.
Die Stützform fertigen Sie erst an, nachdem die Silikonform vollständig ausgehärtet ist. Tragen Sie zuerst ein Trennmittel auf die Außenseite der Silikonform auf, besonders wenn Sie mit Gips oder Epoxid arbeiten. Bestimmen Sie danach die Teilung. Bei einer geschlossenen oder tiefen Form fertigen Sie die Stützform in zwei oder mehr Teilen mit einer Trennwand aus Ton oder Plattenmaterial. Setzen Sie Passungen an den Flanschen, also Vertiefungen oder Nocken, damit die Teile später nur auf eine Weise zusammenpassen.
Für die Stützform selbst können Sie zwischen Gips mit Jute, Acrylharz mit Faser, Epoxid mit Glasfaser oder hartem Polyurethanschaum wählen. Gips ist günstig und verzeihend, aber schwer und zerbrechlich. Epoxid mit Glasfaser ist leicht und sehr steif, aber aufwendiger.
Bewahren Sie die Silikonform nach Gebrauch in der Stützform auf. Das ist der beste Schutz gegen Verformung während der Lagerung.
Weiterlesen: vollständige Anleitung Streichform oder Spachtelform herstellen
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