Wie trage ich Silikon an einer senkrechten Wand auf ohne dass es abläuft

An einer senkrechten Wand sackt flüssiges Silikon durch sein eigenes Gewicht nach unten. Oben entstehen dünne oder offene Stellen und unten eine Ansammlung. Genau dort entstehen später Luftblasen zwischen den Schichten.

Die erste dünne Kontaktschicht dürfen Sie nicht eindicken, weil sie sonst kein Detail mehr übernimmt. Tragen Sie diese Schicht deshalb in zwei Durchgängen auf. Zuerst eine hauchdünne Schicht, warten Sie drei bis fünf Minuten, bis das Silikon anzieht, und tragen Sie dann eine zweite dünne Schicht auf. So bleibt die Schicht stehen, ohne dass Sie eindicken müssen.

Für die folgenden Schichten dicken Sie das Silikon mit einem Thixotropiermittel ein, etwa ein halbes bis ein Prozent. Das Silikon bleibt dann an einer senkrechten Wand stehen. Bauen Sie in dünnen Bahnen von zwei bis drei Millimetern auf und arbeiten Sie von unten nach oben, stets in dieselbe Richtung. Material, das absackt, landet dann auf einer bereits gefüllten Zone statt auf einer leeren.

Drücken Sie das Silikon mit dem Spachtel an, statt Klumpen abzulegen. Ein Klumpen, den Sie vom Spachtel abstreifen, nimmt fast immer Luft mit. Setzen Sie den Spachtel flach an und ziehen Sie ihn aus.

Arbeiten Sie nicht zu kalt. Unter achtzehn Grad ist das Silikon dickflüssiger, haftet aber auch schlechter an der vorherigen Schicht, und über fünfundzwanzig Grad verkürzt sich die Verarbeitungszeit deutlich.

Weiterlesen: vollständige Anleitung Streichform oder Spachtelform herstellen

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