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Nicht auf die Weise, wie eine Kunststoffflasche recycelt wird. Silikonkautschuk ist ein Duroplast, beim Aushärten entstehen Quervernetzungen zwischen den Polysiloxanketten und es bildet sich ein chemisches Netzwerk, das nicht mehr schmilzt. Erhitzen führt daher nicht zu einem flüssigen Material, sondern zum Abbau. Mahlen und neu formen, wie es bei PET und HDPE geschieht, ist chemisch nicht möglich.
In der Praxis bedeutet das, ausgehärteter Silikonkautschuk gehört in den Restmüll und nicht in den Gelben Sack, die Gelbe Tonne oder die Wertstofftonne. Silikon ist keine Verkaufsverpackung und stört als Duroplast die Sortierung der Kunststoffströme. Das Material geht in eine Müllverbrennungsanlage, wo der organische Anteil energetisch verwertet wird. Zurück bleibt überwiegend Siliciumdioxid, das in der Schlacke landet.
Chemisches Recycling gibt es durchaus. Dabei wird das Silikonnetzwerk mithilfe von Katalysatoren zu kürzeren Ketten und cyclischen Siloxanen abgebaut, die anschließend wieder als Rohstoff für neues Silikonmaterial dienen können. Der Maßstab ist bislang klein und die Anlagen laufen nahezu ausschließlich mit sauberen, getrennt erfassten Industrieströmen wie Produktionsabfall und Ausschussteilen. Verschmutzte Formen aus einer Werkstatt eignen sich dafür nicht.
Die sinnvollste Form der Wiederverwendung findet deshalb in der eigenen Werkstatt statt. Ausgehärtete Formen und Gießreste lassen sich zerkleinern und als Füllmaterial in neue Blockformen eingießen, womit Sie einen erheblichen Teil Ihres Neumaterials einsparen.
Weiterlesen: ausgehärtetes Silikon in einer neuen Form wiederverwenden
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