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Es gibt zwei Gründe, ein Original zu versiegeln. Der erste ist Porosität, bei der sich das Silikon mechanisch in der Oberfläche verankert oder bei der das Material Luft und Feuchtigkeit abgibt. Der zweite ist chemische Aktivität, bei der der Untergrund die Aushärtung des Silikons blockiert.
Poröse Untergründe, die immer versiegelt werden müssen, sind Gips, Beton, Naturstein, Ziegel, unbehandeltes Holz und MDF. Verwenden Sie hier einen Sealer, Schellack oder Grundlack, lassen Sie diesen vollständig aushärten und tragen Sie erst danach ein Trennmittel auf.
Chemisch aktive Untergründe erfordern besondere Aufmerksamkeit, wenn Sie mit Additionssilikon auf Platinbasis arbeiten. Polyester und Gelcoat geben Styroldampf ab, Plastilin und Ton auf Schwefelbasis geben Schwefel ab, Latex und Gummi enthalten Schwefel und Weichmacher, und weiches PVC enthält Weichmacher, die auswandern. Versiegeln Sie diese Materialien mit einem Acryl oder Polyurethan Lack, oder wählen Sie Kondensationssilikon auf Zinnbasis, denn dieses ist gegenüber diesen Stoffen unempfindlich.
Ein 3D Druck aus PLA oder Harz muss vollständig nachgehärtet sein, bevor Sie ihn abformen, weil Restmonomer die Aushärtung hemmen kann. Schleifen und grundieren Sie den Druck zusätzlich, um Schichtrillen zu beseitigen.
Metall, Glas und glasierte Keramik müssen Sie nicht versiegeln, wohl aber entfetten und mit einem Trennmittel versehen, weil Silikon gut an glatten Oberflächen haftet.
Führen Sie im Zweifel immer einen Tropfentest durch. Tragen Sie eine kleine Menge angemischtes Silikon an einer unauffälligen Stelle auf und lassen Sie es vollständig aushärten. Bleibt es klebrig, ist die Vorbereitung nicht ausreichend.
Weiterlesen: vollständige Anleitung Streichform oder Spachtelform herstellen
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