Verhindern Sie, dass SLA 3D-Drucke Platinsilikone beeinflussen

Verhindern Sie, dass SLA 3D-Drucke die Aushaertung von Platinsilikonen beeinflussen

SLA-Druckharze, oft Epoxidharze, koennen die Aushaertung Ihrer additionsvernetzenden Silikone (Platinsilikone) hemmen. Das nennt man Cure Inhibition oder Silikonvergiftung. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie dies verhindern, indem Sie den 3D-Druck vollstaendig sauber und ausgehaertet machen und gegebenenfalls abdichten.

Warum SLA-Drucke die Silikone vergiften koennen

SLA-Druckharze sind oft Epoxidharze. Diese fuehren zu einer Aushaertungshemmung Ihrer additionsvernetzenden Silikone, auch bekannt als Platinsilikone. Man nennt das auch Cure Inhibition, Aushaertungsinhibition oder Silikonvergiftung.

Dies kann verhindert werden, indem sichergestellt wird, dass der 3D-Druck vollstaendig sauber und vollstaendig ausgehaertet ist. Noch besser ist es, eine Abdichtungsschicht wie PVA (Polyvinylalkohol) oder einen Lack aufzutragen, der keine Aushaertungshemmung verursacht.

Moechten Sie mehr darueber wissen, welche Stoffe Platinsilikone vergiften? Lesen Sie dann unsere Seite ueber die Vergiftung von Silikonen (Cure Inhibition).

SLA-Nachbearbeitungsanleitung fuer 3D-Druck

Nachfolgend stehen die sieben Teile einer guten Nachbearbeitung, vom Entfernen des Drucks bis zum wasserdichten Abschluss. Durchlaufen Sie sie der Reihe nach fuer das beste Ergebnis.

1. Druck entfernen

Entfernen Sie Ihren SLA-Druck vorsichtig von der Bauplattform. Tragen Sie dabei Nitrilhandschuhe und eine Schutzbrille, um sich vor nicht ausgehaertetem Harz zu schuetzen. Setzen Sie vorsichtig einen Kunststoff- oder Metallschaber unter die Raender des Drucks und ueben Sie gleichmaessigen Druck aus, um den Druck von der Plattform zu loesen, ohne ihn zu beschaedigen. Wenn die Schabermethode schwierig ist, koennen Sie die Bauplattform vorsichtig drehen, um den Druck zu verringern.

2. Stuetzen entfernen

Verwenden Sie einen flachen Schneider, um die Stuetzen nahe an der Druckoberflaeche abzuschneiden. Seien Sie vorsichtig, um tiefe Kerben zu vermeiden. Schleifen Sie nach dem Schneiden die verbleibenden Noppen mit feinem Schleifpapier von etwa Koernung 220. Fuer eine glattere Oberflaeche gehen Sie schrittweise zu hoeheren Koernungen wie 400 und 800 ueber.

3. Waschen

Das Waschen ist entscheidend, um nicht ausgehaertetes Harz zu entfernen und den Druck auf die Aushaertung vorzubereiten. Tauchen Sie den Druck in einen Behaelter mit Isopropylalkohol (IPA) von mindestens 90% und ruehren Sie vorsichtig, sodass alle Oberflaechen gewaschen werden. Falls verfuegbar, verwenden Sie eine Waschstation mit rotierendem Korb oder Magnetruehrer fuer eine gruendlichere Reinigung. Spuelen Sie den Druck nach dem Waschen mit sauberem IPA ab und lassen Sie ihn vollstaendig an der Luft trocknen, bevor Sie fortfahren.

4. Aushaerten

Durch das Aushaerten verfestigt sich das Harz und die Eigenschaften des Drucks verbessern sich. Legen Sie den Druck in eine UV-Aushaertungsstation fuer eine gleichmaessige Aushaertung und halten Sie die vom Hersteller empfohlene Aushaertezeit ein, meist etwa 10 bis 15 Minuten. Haben Sie keine Aushaertungsstation, koennen Sie natuerlich Sonnenlicht verwenden. Setzen Sie den Druck dann einige Stunden direktem Sonnenlicht aus und drehen Sie ihn regelmaessig fuer eine gleichmaessige Aushaertung.

5. Schleifen und Polieren

Beginnen Sie mit dem Schleifen mit einer niedrigeren Koernung, zum Beispiel 220, um raue Stellen oder Stuetzstellen zu entfernen. Gehen Sie schrittweise zu hoeheren Koernungen wie 400, 800 und bis 1500 fuer eine besonders glatte Oberflaeche ueber. Nassschleifen kann helfen, eine noch feinere Oberflaeche zu erreichen; verwenden Sie Wasser, um das Schleifpapier zu schmieren. Fuer eine glaenzende Oberflaeche verwenden Sie eine Kunststoff-Polierpaste mit einem weichen Tuch oder ein rotierendes Werkzeug mit Polierpad.

Nach dem Schleifen oder Polieren kann neue aktive Oberflaeche des Harzes freigelegt werden. Es kann dann sinnvoll sein, den Druck noch einmal mit UV nachzuhaerten (Schritt 4).

6. Bemalen

Beginnen Sie mit einem Primer, damit die Farbe besser haftet. Sprühprimer eignen sich gut fuer eine gleichmaessige Deckung. Verwenden Sie danach Acrylfarbe in duennen, gleichmaessigen Schichten und lassen Sie jede Schicht trocknen, bevor Sie die naechste auftragen. Fuer feinere Details verwenden Sie kleine Pinsel oder Airbrush-Techniken.

7. Wasserdicht machen

Schuetzen Sie Ihren Druck mit einer Abdichtungsschicht. Waehlen Sie einen Klarlack oder eine UV-bestaendige Dichtmasse, um den Druck vor aeusseren Einfluessen zu schuetzen. Achten Sie darauf, dass die Beschichtung keine Aushaertungshemmung fuer Platinsilikone verursacht. Spruehen oder streichen Sie die Versiegelung in gleichmaessigen Schichten und lassen Sie jede Schicht trocknen, bevor Sie eine neue hinzufuegen. Lassen Sie den Druck nach dem Versiegeln vollstaendig aushaerten fuer maximale Haltbarkeit.

Absolute Sicherheit

Wenn Sie diese Schritte befolgen, haben Sie gute Chancen auf einen 3D-Druck, der keine Aushaertungshemmung bei Additionssilikonen verursacht. Wir koennen jedoch keine vollstaendige Garantie geben. Wollen Sie absolute Sicherheit, dass Ihr 3D-Druck die Aushaertung nicht behindert, koennen Sie:

  • Einen anderen 3D-Drucker verwenden, der mit PLA arbeitet, oder
  • Ein anderes Silikon auf Basis der Kondensationsaushaertung waehlen.

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